… damit Schnittstellen nicht zu Hürden werden

Willkommen auf der Homepage des „Netzwerk Patientenbegleitung NRW“!

Freiwillige begleiten alleinstehende ältere Menschen rund um den Krankenhausaufenthalt und bei Arztbesuchen – das ist das Profil von Patientenbegleitung. Im Rahmen eines Pilotprojektes sind in NRW an 9 Standorten Initiativen für Patientenbegleitung gegründet worden. Weitere Initiativen befinden sich derzeit im Aufbau. Die Projekt-InitiatorInnen haben sich nach Abschluss der Modellphase zu einem“Netzwerk Patientenbegleitung NRW“ zusammengeschlossen. Die Koordination des Netzwerkes liegt beim Forschungsinstitut Geragogik, Düsseldorf. http://fogera.de Ansprechperson: Doris Wattad  patientenbegleitung@fogera.de

Als Kooperationspartner konnten wir die Patientenhochschule in Essen gewinnen – sie arbeitet wie Patientenbegleitung nach dem Prinzip des „Empowerment“ und bietet kostenfreie Informationsveranstaltungen für „jedermann“. Ziel ist der „mündige“ Patient.  http://gesundinessen.de/patientenhochschule/

Hier können Sie den Verlauf der Projekt- und Netzwerkentwicklung verfolgen.

Fachtagung Projekt Patientenbegleitung 2015

Am 19.05.2015 fand in Düsseldorf die Abschlusstagung zum Projekt Patientenbeteiligung statt. Rund 75 TeilnehmerInnen hatten den Weg in die Landeshauptstadt gefunden und verschafften der Abschlusstagung einen angemessenen Rahmen. Neben dem Rückblick auf das bisher Erreichte sowie der Vorstellung ausgewählter Projektergebnisse, war es vor allem der Gastvortrag Prof. Dr. Gronemeyers, der das Plenum überzeugte und zur Diskussion anregte.
Sollten Sie die Vorträge der Abschlusstagung erneut einsehen wollen, so klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link. Unter „Galerie“ können Sie ferner die Fotodokumentation der Abschlusstagung einsehen.

Vortrag Prof. Dr. Bubolz-Lutz „Meilensteine im Projekt“ Meilensteine_Bubolz_Lutz

Vortrag Cosack „Ergebnisse der Begleitforschung“ Ergebnisse Begleitforschung_Cosack

Übersicht der FotodokumentationGalerie“ Abschlusstagung Patientenbegleitung

Vortrag Prof. Dr. Gronemeyer als Video

 

Das Projekt Patientenbegleitung …

aktualisiert am 25.01.2016

Das Projekt „Patientenbegleitung“ (1. Juli 2012– 30. Juni 2015) will durch ein neues Engagementprofil alten und alleinstehenden Menschen, die einen Krankenhausaufenthalt bewältigen oder anschließend einen Arzt aufsuchen müssen, emotionalen Beistand und praktische Hilfen bieten. Es wird von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW finanziert – ebenso mit einem Anteil des Generali Zukunftsfonds.

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Die speziell ausgebildeten, unentgeltlich engagierten „Patientenbegleiter“ wollen den Seniorinnen und Senioren

  • bei Arztbesuchen Stütze und Hilfe sein
  • den Übergang von der eigenen Häuslichkeit ins Krankenhaus erleichtern
  • beim Krankenhausaufenthalt zur Seite stehen und
  • nach dem Krankenhausaufenthalt das Einleben zu Hause vereinfachen, indem sie Unterstützer in Nachbarschaft und Gemeinde einbinden.

Das Projekt hat exemplarischen Charakter: es passt sich an die Gegebenheiten und speziellen Bedarfslagen in Bochum an. Deutlich werden soll, wie neuartige Kooperationen zwischen professionellem System und Freiwilligen zum Wohle von alten, alleinstehenden Menschen quartiersnah umgesetzt werden können.

Zum sozialräumlichen Ansatz des Projektes

Das Projekt „Patientenbegleitung“ versteht sich als Angebot aus dem Sozialraum, damit ältere Patienten die Übergänge zwischen dem eigenen Wohnumfeld und dem Krankenhaus gestalten können. Es ist ein Beitrag zu einer präventiven Sozialpolitik im kommunalen Raum – speziell zum Umgang mit der deutlich steigenden Anzahl allein lebender, hochaltriger Menschen speziell im Ruhrgebiet. Intention ist, dass Schnittstellen zwischen Krankenhaus und Häuslichkeit bzw. dem Lebensraum der Patienten nicht zu Hürden werden.

Zu beachten sind die unterschiedlichen Aufgabenbereiche des „Systems Krankenhaus“ und des sozialraumorientierten Freiwilligenengagements:

Schaubild zum Projekt Pflegebegleitung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Intendiert ist eine Ergänzung der Bemühungen des professionellen Systems: den hochaltrigen Patienten soll Aufbruch ins Krankenhaus sowie Einleben zu Hause und Einbindung ins Gemeindeleben erleichtert werden. Die Patientenbegleitungs-Initiativen sind in die Stadtteilarbeit integriert und werden von dort aus fortgebildet und fachlich begleitet. Sie sind nicht im Krankenhaussystem verankert. Das Profil „Patientenbegleiter“ beinhaltet unterschiedliche Facetten:

Schaubild zum Projekt Pflegebegleiter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Projektverlauf ist zunächst das Freiwilligenprofil entwickelt und im Quartier Bochum (Stadtbezirk 6) erprobt worden.  Die insgesamt sieben Freiwilligen wurden vorwiegend aus der Generation 55 plus gewonnen. Ab 2014 erfolgte eine systematische Verbreitung des Ansatzes in NRW – durch eine Qualifizierung für Multiplikatoren. Nach Implementierung der Initiativen wird ein “Netzwerk Patientenbegleitung NRW” gegründet.

Der Aufbau der Patientenbegleiter-Initiative erfolgte durch die AWO zunächst in der neuen, im Mai 2012 bezogenen zentralen Anlaufstelle der AWO im Ortsteil Bochum-Dahlhausen. Seit kurzer Zeit hat das Projekt seinen Ort im Seniorenbüro. Inzwischen ist der Vorbereitungskurs für freiwillige Patientenbegleiter abgeschlossen. Die Patientenbegleiter sind nun im Quartier tätig und bieten kontinuierlich Begleitungen an. Sie treffen sich einmal im Monat – fachlich begleitet – zur Besprechung und Reflexion ihrer Praxis.

Informationen unter: 0234 – 49 58 49

 

In 2014 ist eine kostenfreie Multiplikatoren-Qualifizierung NRW-weit angeboten worden. Bis Ostern 2015 wurden an den meisten Standorten die Vorbereitungskurse für Patientenbegleitung abgeschlossen – es folgten die Einsätze in der Praxis.

Das Projekt wurde von einem Beirat begleitet. Die Abschluss-Tagung – gleichzeitig Auftakttagung für die Netzwerkentwicklung in NRW –  fand am 19. Mai 2015 in Düsseldorf statt.

Derzeit sind an 9 Standorten in NRW Initiativen zur Patientenbegleitung aufgebaut worden –  (Angaben dazu unter “Standorte”).

 

Profilentwicklung Patientenbegleitung 2014:

War zunächst daran gedacht, dass Patientenbegleiter einen alten, alleinstehenden Menschen von zu Hause ins Krankenhaus, des weiteren dann im Krankenhaus und wieder zurück in seine Häuslichkeit begleiten und ihn bei den Übergängen unterstützen, zeigt die Praxis in Bochum nun folgendes: die Freiwilligen werden in jeweils ganz unterschiedlichen “kritischen” Lebenssituationen angefragt. Solche Situationen können sein: ein Arztbesuch oder Krankenhausbesuch steht bevor, nach einer Behandlung fällt es schwer, wieder im Quartier Fuss zu fassen und dort Hilfe zu organisieren, Nachbarschaft oder Familie fallen als Unterstützer plötzlich aus. Patientenbegleiter werden in Lebenslagen zu Hilfe gerufen, wenn die eigenen Kräfte zur Bewältigung nicht ausreichen. Sie begleiten den Patienten jeweils nur so lange, bis er sich stabilisiert hat. Sie können aber – über die Koordinierungsstelle – jeweils wieder nachgefragt werden, wenn eine neue schwierige Situation auftritt. Siehe Abbildung:

Profil

 

Informationen zur Ausschreibung des Projektes in 2013:

Ausschreibung Teilnahme NRW

Bewerbung Patientenbegleitung NRW

Flyer Patientenbegleitung NRW

 

Informationen über das Projekt in 2014:

Informationen zum Projekt auf der Homepage der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Info-Flyer Patientenbegleitung Bochum

Projekt-Strukturen_30.3.2014

Lernen im Projekt 31.03.2014

EBL und DW

Verantwortliche Leitung der Qualifizierung:  Prof. Dr. Elisabeth Bubolz-Lutz, Dipl.-Päd. Doris Wattad

 

Informationen aus dem Jahr 2015:

Das Handbuch mit Impulsen zum Aufbau von Initiativen zur Patientenbegleitung ist 2015 erschienen

Das Handbuch ist lieferbar und im Buchhandel erhältlich:

Bubolz-Lutz_Patientenbegleitung_Umschlag

Psychosoziale-Gerontologie_2015-2016

 

Treffen des Netzwerk Patientenbegleitung NRW in 2016:

Nach Projektabschluss haben sich die Projekt-InitiatorInnen zu einem „Netzwerk Patientenbegleitung“ zusammengeschlossen – zum weiteren Austausch über die Entwicklungen an den Standorten. Inzwischen sind weitere drei neue Interessenten hinzugekommen – sie erhalten bei den Nezwerktreffen Informationen und Unterstützung.

Das letzte Treffen des „Netzwerk Patientenbegleitung NRW“ hat am 14. Aril 2016 in Oberhausen stattgefunden. Das nächste Netzwerktreffen findet am 3. November 2016 in Oberhausen statt – diesmal von 10 – 16 Uhr. Personen und Organisationen, die vor Ort eine Patientenbegleitungs-Initiative aufbauen möchten, sind herzlich eingeladen. Anmeldung bei Doris Wattad  wattad@fogera.de

 

Noch Fragen?

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an  patientenbegleitung@fogera.de  oder an die Direktorin des Forschungsinsitut Geragogik  Prof. Dr. Elisabeth Bubolz-Lutz  info@fogera.de  Mobil: 0176 – 222 169 47

 

 

 

 

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