Engagement

Mehr wissen über Patientenbegleitung?

Die speziell ausgebildeten, unentgeltlich engagierten „Patientenbegleiter*innen“ wollen den Seniorinnen und Senioren

  • bei Arztbesuchen Stütze und Hilfe sein
  • den Übergang von der eigenen Häuslichkeit ins Krankenhaus erleichtern
  • beim Krankenhausaufenthalt zur Seite stehen und
  • nach dem Krankenhausaufenthalt das Einleben zu Hause vereinfachen, indem sie Unterstützer in Nachbarschaft und Gemeinde einbinden.

Das Pilotprojekt 2012 – 2015 hatte exemplarischen Charakter: Es passt sich an die unterschiedlichen Gegebenheiten und speziellen Bedarfslagen an den jeweiligen Standorten an. Deutlich geworden ist, auf welchen verschiedenen Wegen Kooperationen zwischen Professionellen und Freiwilligen zum Wohle von alten, alleinstehenden Menschen quartiersnah umgesetzt werden können.

Schon einiges geschafft…aber wir wollen weiter!

  • Der Standort Köln hat am 8. Dezember 2016 von der Ministerin Steffens für seine spezielle Art der Umsetzung und Verbreitung in den Fedeln der Stadt den  1. Gesundheitspreis des Landes NRW verliehen bekommen.
  • Am 9. Mai 2018 wurde dem Netzwerk in Berlin der 2. Preis “Silver Star” verliehen – in einem großen Festakt. Dies ist eine weitere Ermutigung, sich für die Verbreitung der Idee und den Aufbau von Unterstützungsstrukturen auf Landesebene einzusetzen.

Von links nach rechts:
Der Moderator der Preisverleihung Herr Bausch mit Doris Wattad und Elisabeth Bubolz-Lutz, die den Preis für das Netzwerk entgegennehmen (Foto privat)

Hier geht es zum Film:

https://vimeo.com/264151233

PW: star1234

 

03 SilverStar 2018_Presseinformation

04 SilverStar 2018_Pressetext

08 SilverStar 2018_Interview

 

 

  • Bei der Netzwerktagung der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher im Landtag am 9.Mai. 2019 war das Netzwerk Patientenbegleitung mit einer “Themeninsel” vertreten. Fazit: Eine Kooperation zwischen den Patientenfürsprechern und Patientenbegleitern wird angestrebt – allerdings braucht es dazu eine systematische Verbreitung des freiwilligen Engagements der Patientenbegleiter. Eine Agentur auf NRW-Ebene wird angestrebt, um dieses Anliegen umzusetzen.

Zum sozialräumlichen Ansatz von Patientenbegleitung

Das Projekt „Patientenbegleitung“ versteht sich als Angebot aus dem Sozialraum, damit ältere Patienten die Übergänge zwischen dem eigenen Wohnumfeld und dem Krankenhaus gestalten können. Es ist ein Beitrag zu einer präventiven Sozialpolitik im kommunalen Raum – speziell zum Umgang mit der deutlich steigenden Anzahl allein lebender, hochaltriger Menschen speziell im Ruhrgebiet. Intention ist, dass Schnittstellen zwischen Krankenhaus und Häuslichkeit bzw. dem Lebensraum der Patienten nicht zu Hürden werden.

Zu beachten sind die unterschiedlichen Aufgabenbereiche des „Systems Krankenhaus“ und des sozialraumorientierten Freiwilligenengagements:

Schaubild zum Projekt Pflegebegleitung

Intendiert ist eine Ergänzung der Bemühungen des professionellen Systems: den hochaltrigen Patienten soll Aufbruch ins Krankenhaus sowie Einleben zu Hause und Einbindung ins Gemeindeleben erleichtert werden. Die Patientenbegleitungs-Initiativen sind in die Stadtteilarbeit integriert und werden von dort aus fortgebildet und fachlich begleitet. Sie sind nicht im Krankenhaussystem verankert. Das Profil „Patientenbegleiter“ beinhaltet unterschiedliche Facetten:

Schaubild zum Projekt Pflegebegleiter

Im Projektverlauf ist zunächst das Freiwilligenprofil entwickelt und im Quartier Bochum (Stadtbezirk 6) erprobt worden.  Die insgesamt sieben Freiwilligen wurden vorwiegend aus der Generation 55 plus gewonnen. Ab 2014 erfolgte eine systematische Verbreitung des Ansatzes in NRW – durch eine Qualifizierung für Multiplikatoren. Nach Implementierung der Initiativen wird ein “Netzwerk Patientenbegleitung NRW” gegründet.

Der Aufbau der Patientenbegleiter-Initiative erfolgte durch die AWO zunächst in der neuen, im Mai 2012 bezogenen zentralen Anlaufstelle der AWO im Ortsteil Bochum-Dahlhausen, jetzt ist sie im Seniorenbüro angesiedelt. Die Patientenbegleiter sind im Quartier, aber auch in anderen Stadtteilen tätig. Sie bieten kontinuierlich Begleitungen an. Sie treffen sich einmal im Monat – fachlich begleitet – zur Besprechung und Reflexion ihrer Praxis. Seit 2019 sind die PatientenbegleiterInnen und die PflegebegleiterInnen in Bochum gemeinsam unterwegs: Oftmals sind nicht nur die Patienten selbst, sondern auch deren Angehörige dankbar, wenn sie einen Ansprechpartner haben.

Informationen unter: 0234 – 49 58 49

Ein Blick zurück – Profilentwicklung Patientenbegleitung 2014

War zunächst daran gedacht, dass Patientenbegleiter einen alten, alleinstehenden Menschen von zu Hause ins Krankenhaus, des weiteren dann im Krankenhaus und wieder zurück in seine Häuslichkeit begleiten und ihn bei den Übergängen unterstützen, zeigt die Praxis in Bochum nun folgendes: die Freiwilligen werden in jeweils ganz unterschiedlichen “kritischen” Lebenssituationen angefragt. Solche Situationen können sein: ein Arztbesuch oder Krankenhausbesuch steht bevor, nach einer Behandlung fällt es schwer, wieder im Quartier Fuss zu fassen und dort Hilfe zu organisieren, Nachbarschaft oder Familie fallen als Unterstützer plötzlich aus. Patientenbegleiter werden in Lebenslagen zu Hilfe gerufen, wenn die eigenen Kräfte zur Bewältigung nicht ausreichen. Sie begleiten den Patienten jeweils nur so lange, bis er sich stabilisiert hat. Sie können aber – über die Koordinierungsstelle – jeweils wieder nachgefragt werden, wenn eine neue schwierige Situation auftritt. Siehe Abbildung:

Profil

Informationen zur Ausschreibung des Projektes in 2013:

Ausschreibung Teilnahme NRW

Bewerbung Patientenbegleitung NRW

Flyer Patientenbegleitung NRW

Weitere Informationen über das Projekt:

Informationen zum Projekt auf der Homepage der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Info-Flyer Patientenbegleitung Bochum

Projekt-Strukturen_30.3.2014

Lernen im Projekt 31.03.2014